Passive Flüssigkeitskühlung

Bei manchen Anwendungen liegt die Luft bzw. Flüssigkeit, welche zur Kühlung verwendet wird unterhalb der gewünschten Kühlflüssigkeitstemperatur. Dieser Umstand erlaubt es eine Kühlmethode einzusetzen die keinen Kältekreislauf benötigt. Stattdessen kann der vorhandene Temperaturunterschied zwischen Kühlflüssigkeit und dem zur Rückkühlung genutzten Kühlmedium (Luft oder Wasser) effizient genutzt werden. Ein solches System ist in der Regel einfacher aufgebaut und verbraucht weniger Energie als ein aktives Kühlsystem. Jedoch muss die Temperatur der Kühlflüssigkeit zwischen 5°C und 10°C höher liegen als die Temperatur des zur Rückkühlung genutzten Kühlmediums.

  •  Bei luftgekühlten Systemen bläst ein oder mehrere Ventilatoren Luft über einen Wärmetauscher durch den die Kühlflüssigkeit fließt. Die Temperaturkontrolle der Kühlflüssigkeit erfolgt entweder über die Lüfter oder über den Durchfluss der Kühlflüssigkeit durch den Wärmetauscher. Solch ein Luft-Wasser Wärmetauscher ist ein komplett unabhängiges Gerät, welches keine zusätzlichen Komponenten zum Betrieb benötigt. Er gibt jedoch Wärme direkt in die Atmosphäre ab und entwickelt ein gewisses Geräuschniveau aufgrund der eingesetzen Lüfter.

  • Bei vorhandener Kaltwasserversorgung kann ein Flüssigkeits - Flüssigkeits Wärmetauscher eingesetzt werden, oft auch vereinfachend als Wasser - Wasser Wärmetauscher bezeichnet. Typischerweise geschieht das mittels eines zentralen Kühlwasserkreislaufs, der die Maschinen versorgt. Falls notwendig kann ein geschlossener Zweitkreislauf verwendet werden um verschmutzes Wasser vom Chiller zu isolieren. Das abgeführte warme Wasser kann nunmehr als Teil eines ganzheitlichen Energierückgewinnungskonzeptes an anderer Stelle umweltfreundlich wiederverwendet werden.
    Wassergekühlte Chiller sind leiser, benötigen keine Wartung des Luftkreislaufes brauchen aber weitere Komponenten für Ihre Funktion. 

  • Andere Anwendungen benötigen unterschiedliche Flüssigkeitstemperaturen für verschiedene Prozesse. In solchen Fällen kann eine Mischanlage eingesetzt werden um eine Flüssigkeit mit höherer Temperatur zu generieren indem man in den kalten Vorlauf Teile des warmen Rückflusses zumischt.

Passive Flüssigkeitskühlung mit ihren vielfältigen Eigenschaften bietet verschiedenste Optionen für kundenspezifische Lösungen.

  • Elektronische Temperaturkontrolle 
    - Präzise Temperaturkontrolle mit geschwindigtkeitsgeregelten Lüftern oder mittels elektrisch gesteuerter Durchflussregler 
    - Optionale Temperaturkontrolle mittels entfernt angebrachten Sensoren (z.Bsp. am Hotspot der Maschine)

  • Integrierte Pumpe für die Kühlflüssigkeit
    - Automatisches mechanisches Druckregelventil (optional)
    - Drehzahlregelung für kontinuierliche Regelung des Drucks oder Durchlaufs (optional)

  • Möglichkeit mehrerer Kühlkreisläufe mit Durchflussregelventilen, Anzeigen und Sensoren zur Integration von Funktionen in Maschinen mit mehreren Kreisläufen

  • Chiller Gehäuse nach Kundenspezifikationen möglich
    - Integration in bestehende Schaltschranksysteme 

  • Fortschrittliches Fehlerüberwachungssystem

  • Kommunikationsschnittstellen über Standardprotokolle wie RS-485, Modbus, IO-Link oder Ethernet

  • Geschwindigkeitsgeregelte Lüfter zur Lärmreduzierung und präzisen Temperaturkontrolle

  • Flüssigkeits - Flüssigkeits Wärmetauscher mit Material- und Komponentenauswahl entsprechend den Eigenschaften der verwendeten Flüssigkeiten

Aktive Flüssigkeitskühlung (bitte hier klicken)

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